AgentBrain Notes / Kosten & Einführung

Was kostet ein digitaler Mitarbeiter? Abo, Einrichtung und Prüfaufwand

AgentBrain Basic kostet CHF 79 pro Monat, die gemeinsame Einrichtung mit BasicPlus zusätzlich CHF 490 einmalig. Beide Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer; Stand: 28. Oktober 2026. Für Ihr Budget zählt aber auch, wie viel Zeit Ihr Team für Unterlagen, Einrichtung, Prüfung und Nacharbeit braucht. Mögliche Gebühren weiterer Dienste gehören ebenfalls in die Rechnung. Aktuelles Basic-Angebot.

Was kostet ein digitaler Mitarbeiter? Drei Kostenbereiche: Abo und Nutzung, Einrichtung sowie Prüfung und Nacharbeit im eigenen Team.
Für die Kalkulation zählen laufende Ausgaben, der Aufwand zum Start und die Arbeit, die Ihr Team weiterhin übernimmt.
In diesem Artikel

Die nützlichere Frage lautet deshalb: Was kostet es uns, eine bestimmte Aufgabe zuverlässig fertigzustellen? Ein günstiges Abo hilft wenig, wenn jemand jeden Entwurf von Grund auf neu bearbeiten muss. Umgekehrt kann vorbereitete Arbeit wertvoll sein, obwohl am Ende weiterhin ein Mensch entscheidet.

Welche Kosten Sie einplanen sollten

Trennen Sie Rechnungen, die Sie bezahlen, von Arbeitszeit, die Sie intern einsetzen. Beides beansprucht Ressourcen. Es wirkt sich aber unterschiedlich auf Ihr Budget aus.

Kostenpositionen für Ihre Planung
Kostenart Was dazugehört Wann sie anfällt
Software-Abo Der vereinbarte Produktzugang Laufend
Einrichtung Aufgabe abgrenzen, Rolle einrichten, Zugriffe und Regeln festlegen Zu Beginn; erneut bei grösseren Änderungen
Unterlagen vorbereiten Gültige Dokumente auswählen, Widersprüche klären, Beispiele zusammenstellen Vor dem Start und bei Änderungen
Weitere Dienste Falls im gewählten Setup nötig: KI-Nutzung, Verbindungen, andere Software oder Hardware Je nach Vereinbarung und Nutzung
Prüfen und nacharbeiten Ergebnisse lesen, Angaben abgleichen, Fehler korrigieren, schwierige Fälle selbst fertigstellen Pro bearbeitetem Fall
Laufende Betreuung Regeln pflegen, Störungen klären, Änderungen erneut prüfen Regelmässig und bei Bedarf

Das sind Prüfpunkte für Ihre Kalkulation, keine Liste automatisch anfallender AgentBrain-Gebühren. Was enthalten ist und was separat berechnet wird, gehört ins schriftliche Angebot.

Die aktuellen AgentBrain-Angebote

Preisstand: 28. Oktober 2026. Alle folgenden Preise ohne Mehrwertsteuer.

Öffentliche AgentBrain-Preise, geprüft am 28. Oktober 2026; ohne Mehrwertsteuer
Angebot Öffentlich genannter Preis Beschriebener Einstieg
Employee Basic CHF 79 pro Monat Sie richten eine wiederkehrende Aufgabe selbst ein und prüfen die Ergebnisse.
Employee BasicPlus CHF 490 einmalig, zusätzlich zu Basic mit CHF 79 pro Monat Gemeinsame Einrichtung mit Ihren Unterlagen und Übungen an eigenen Fällen.
Employee Specialist Auf Anfrage Eine Fachaufgabe und ihre Anforderungen werden vor einem Angebot geprüft.

BasicPlus ersetzt das Basic-Abo also nicht. Auch bedeutet gemeinsame Einrichtung nicht automatisch, dass jede gewünschte Schnittstelle oder eine laufende Betreuung enthalten ist.

Für die Selbstinstallation nennt die Basic-Seite einen Mac mit Apple-Chip ab M1. Für Windows wird ein begleiteter Einstieg besprochen; Intel-Macs werden nicht unterstützt. Prüfen Sie deshalb vor dem Start, ob Ihre vorhandene Arbeitsumgebung passt. Eine Beta-Anfrage ist noch kein Zugang und kein Kauf.

Die gelesenen Produktseiten legen nicht abschliessend fest, ob und welche zusätzlichen KI- oder Drittanbietergebühren für Ihren konkreten Ablauf anfallen. Rechnen Sie diese Position weder ungeprüft mit null an noch mit einer erfundenen Pauschale.

Ein Rechenbeispiel: 200 Kundenanfragen im Monat

Synthetisches Beispiel: Die Fallzahl, Bearbeitungszeiten, internen Kostensätze und Zusatzkosten sind frei gewählt. Das ist keine gemessene AgentBrain-Leistung und kein Angebot. Nur die genannten Abo- und Einrichtungspreise stammen aus den oben verlinkten Produktseiten.

Ein Team bearbeitet 200 vergleichbare Kundenanfragen pro Monat. Bisher benötigt es durchschnittlich zwölf Minuten pro abgeschlossener Anfrage. Für die Planung bewertet es eine Arbeitsstunde mit CHF 60. Das sind 40 Stunden beziehungsweise CHF 2'400 interner Aufwand.

Nun soll KI Informationen zusammentragen und einen Antwortentwurf vorbereiten. Für die Rechnung gelten folgende Annahmen:

  • Basic-Abo: CHF 79 monatlich.
  • Weitere Dienste: angenommene CHF 40 monatlich, keine bestätigte AgentBrain-Gebühr.
  • Laufende Pflege: zusätzlich zwei interne Stunden pro Monat.
  • Pro Fall wird die gesamte verbleibende menschliche Arbeit erfasst: Eingabe, Prüfung, Korrektur und gegebenenfalls vollständige Übernahme.

Zwei mögliche Zeitwerte zeigen, wie stark das Ergebnis vom tatsächlichen Aufwand abhängt:

Synthetische Monatsrechnung: gleiche Fallzahl und Ergebnisqualität angenommen; ohne Mehrwertsteuer
Monatliche Betrachtung Bisher ohne KI KI, sechs Minuten menschliche Arbeit je Fall KI, zwölf Minuten menschliche Arbeit je Fall
Vergleichbar abgeschlossene Fälle 200 200 200
Menschliche Fallbearbeitung 40 Stunden 20 Stunden 40 Stunden
Zusätzliche Pflege Keine zusätzliche KI-Pflege 2 Stunden 2 Stunden
Gesamte erfasste Arbeitszeit 40 Stunden 22 Stunden 42 Stunden
Interner Aufwand zu CHF 60/Stunde CHF 2'400 CHF 1'320 CHF 2'520
Zusätzliche laufende Ausgaben CHF 0 für die neue KI-Lösung CHF 119 CHF 119
Summe der erfassten Positionen CHF 2'400 CHF 1'439 CHF 2'639

Bei sechs Minuten werden rechnerisch 18 Stunden Kapazität frei. Bei zwölf Minuten entsteht dagegen mehr Aufwand als zuvor. Der Abo-Preis ist in beiden Varianten identisch.

Diese Gegenüberstellung setzt gleiche Ergebnisqualität voraus. Fehlversuche dürfen nicht aus der Zeitmessung verschwinden. Wird ein Fall vollständig von Hand erledigt, zählt diese Arbeit mit. Nicht erledigte Fälle sind keine Zeitersparnis.

Die Einrichtung kommt noch dazu: Mit BasicPlus wären es CHF 490 für die gemeinsame Einrichtung. Nimmt das Team zusätzlich sechs Stunden für eigene Unterlagen und Abstimmungen an, kommen bei CHF 60 pro Stunde weitere CHF 360 interner Aufwand hinzu. Zusammen sind das CHF 850 einmalig in dieser Rechnung, davon CHF 490 als externe Ausgabe. Bei Selbstinstallation entfällt die BasicPlus-Leistung, nicht automatisch der interne Einrichtungsaufwand.

Alle Beispielbeträge sind ohne Mehrwertsteuer gerechnet. Neue Hardware und individuelle Integrationen sind nicht eingerechnet; falls sie erforderlich sind, müssen sie ergänzt werden. Bestehende, unveränderte Gemeinkosten sind in keiner der Varianten enthalten. Die Tabelle ist damit eine Vergleichsrechnung für die genannten Positionen, keine vollständige Gesamtkostenofferte.

Freie Zeit ist noch keine gesparte Rechnung

Wenn ein Team 18 Stunden weniger Vorarbeit braucht, sinken seine Lohnzahlungen nicht automatisch. Die Zeit kann stattdessen für mehr Anfragen, offene Pendenzen oder sorgfältigere Kundenbetreuung zur Verfügung stehen.

Legen Sie deshalb fest, was Sie erreichen möchten. Geht es um weniger Überstunden? Kürzere Wartezeiten? Mehr Fälle mit derselben Mannschaft? Für jedes Ziel brauchen Sie andere Messwerte. Eine angenommene Stundenbewertung ist noch kein nachgewiesener finanzieller Gewinn.

Auch OpenAI empfiehlt in seinem Beitrag zur Wirtschaftlichkeit, abgeschlossene Aufgaben statt allein technische Nutzungspreise zu betrachten und menschliche Prüfung, Wiederholungen und Nacharbeit einzurechnen. Das ist eine methodische Empfehlung eines Anbieters, kein Nachweis für AgentBrain-Ergebnisse. OpenAI, «A scorecard for the AI age».

Was vor dem Test schriftlich geklärt sein sollte

  1. Aufgabe und Ergebnis: Welche Fälle gehören dazu? Wann gilt ein Fall als fachlich abgeschlossen?
  2. Leistungsumfang: Welche Einrichtung, Verbindungen und Begleitung sind enthalten? Was wird separat angeboten?
  3. Laufende Kosten: Welche Gebühren hängen von Nutzung oder Drittanbietern ab? Gibt es Limits und eine vereinbarte Kostengrenze?
  4. Bedingungen: Wann beginnt die Verrechnung? Welche Test-, Laufzeit- und Kündigungsbedingungen gelten? Wie werden Steuern ausgewiesen?
  5. Aufwand im Team: Wer bereitet Unterlagen vor, prüft Ergebnisse und übernimmt Ausnahmen? Wie wird diese Zeit erfasst?
  6. Entscheidung nach dem Test: Welche Qualität muss erreicht werden? Bei welchem Aufwand würden Sie weiterarbeiten, nachbessern oder aufhören?

Der NIST-Rahmen für KI-Risikomanagement sieht vor, erwarteten Nutzen und Kosten gegenüber geeigneten Vergleichswerten zu untersuchen sowie menschliche Aufsicht festzulegen. Er liefert dafür einen methodischen Rahmen, keine universelle Rentabilitätsgrenze. NIST AI RMF 1.0, MAP 3.1–3.5.

Mit einer Aufgabe zu einer belastbaren Kostenschätzung

Für ein erstes Gespräch brauchen Sie keine perfekte Prozessdokumentation. Hilfreich sind die wiederkehrende Aufgabe, die ungefähre Fallzahl, der bisherige Zeitaufwand und Ihre vorhandenen Systeme. Bitte schicken Sie dafür noch keine vertraulichen Kundendaten.

Damit lässt sich besprechen, welcher Einstieg passt und welche Positionen ein Angebot abdecken muss. Die Prüfung im eigenen Arbeitsalltag bleibt nötig: Erst sie zeigt, wie viel Vorarbeit wirklich wegfällt und wie viel Kontrolle bleibt.

Kosten und Umfang für Ihre Aufgabe klären

Quellen und Datenstand

  • AgentBrain: Basic, BasicPlus und Specialist. Gelesen am 28. Oktober 2026; kein sichtbares Publikationsdatum. Fundstellen: Einstiegspreise, Preisübersichten, Basic-Systemvoraussetzungen und Angebotsbedingungen. Die Seiten belegen öffentliche Preise und Beschreibungen, keine gemessene Wirtschaftlichkeit.
  • OpenAI, Sarah Friar: A scorecard for the AI age, 17. Juli 2026. Gelesen am 28. Oktober 2026; insbesondere Abschnitt 2, «What does a successful task actually cost?». Verwendet wird die Kostensystematik, nicht die Aussagen zu einzelnen Modellen.
  • NIST, Elham Tabassi: AI Risk Management Framework 1.0, Core, veröffentlicht am 26. Januar 2023. Gelesen am 28. Oktober 2026; MAP 3.1, 3.2 und 3.5. Die hier verwendete Ausgabe ist ein freiwilliger Rahmen, keine behauptete Zertifizierung oder gesetzliche Pflicht.

Zur Vorbereitung Ihrer Unterlagen: Digitalen Mitarbeiter einarbeiten.